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Unsere Hilfe im Irak

Die Folgen des Krieges sind noch immer unübersehbar. Jahrzehnte der Gewalt haben ihre Spuren im Irak hinterlassen. Das Gesundheitssystem ist weiterhin angeschlagen und der Bedarf an medizinischer Hilfe – besonders in abgelegenen Gebieten und in der Nähe von Kampfhandlungen - enorm. Der Mangel an Fachpersonal und Medikamenten erschweren die Situation. Zudem wurden viele internationale Hilfen bereits reduziert und andernorts eingesetzt, während Infrastruktur und Gesundheitssektor sich noch im Wiederaufbau befinden.

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Ein Krankenpflegeri behandelt einen unserer Patient*innen in Mossul.
Unser Krankenpfleger behandelt einen Patienten in Mosul. Das dortige Krankenhaus ist vor allem auf Chirurgie und Rehabilitations-Maßnahmen spezialisiert.
© MSF/Florence Dozol

Wie wir im Irak helfen

  • Wir unterstützen das nationale Tuberkuloseinstitut bei der Behandlung von resistenter Tuberkulose. 
  • In Gebieten mit erschwertem Zugang und für rückkehrende Vertriebene bieten wir medizinische Versorgung. 
  • Wir leisten Geburtshilfe und Mutter-Kind-Versorgung, sowie sexuelle und reproduktive Gesundheitspflege. 
  • Notfallversorgung, orthopädische und geburtshilfliche Chirurgie und umfassende postoperative Rehabilitation gehören ebenfalls zu unserem Angebot. 
  • Wenn nötig, haben wir Patient*innen in unsere rekonstruktive Spezialklinik in Jordanien überwiesen. 
  • Wir unterstützen die Behandlung von chronischen Krankheiten und Angebote für die psychische Gesundheit. 
  • An Gesundheitseinrichtungen haben wir medizinisches Material gespendet und deren Personal geschult.

Ihre regelmäßige Spende sichert medizinische Nothilfe weltweit.

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Chaotische Rückkehr: Vertriebene im Irak

Mehr als eine Million Menschen leben als Vertriebene über das Land verstreut. Bereits 2020 hat die irakische Regierung viele der offiziellen Camps geschlossen, so dass Menschen in ihre Herkunftsregion zurückkehren mussten. Fast fünf Millionen Rückkehrende müssen in Gebieten versorgt werden, deren Infrastruktur sich noch nicht erholt hat. Dort stehen die sowieso schon überlasteten Krankenhäuser noch mehr unter Druck. Unsere Teams vor Ort helfen die Lücken in der Versorgung zu schließen.

Kriegsverletzungen und Antibiotikaresistenzen  

Seit 2018 haben wir in Mosul Menschen mit Kriegsverletzungen chirurgisch und postoperativ versorgt. Sechs Jahre später konnten wir das Projekt an das Gesundheitsministerium übergeben. Unsere Erfahrungen aus dieser Zeit bestätigen: In Regionen, deren Gesundheitsversorgung sowieso schon belastet ist, zum Beispiel durch bewaffnete Konflikte und mangelnde Ressourcen, sind Antibiotikaresistenzen ein wachsendes Problem. Zu den gefährdeten Patient*innen  gehören nicht nur Menschen mit geschwächtem Immunsystem, auch ein chirurgischer Eingriff erhöhen das Risiko für die Entstehung.

 

13.02.2025